Wieder in Anna Paulowna
Rückfahrt und Abend in der Pension van Ewijksluis
Um fünf vor halb acht kommen wir am Auto an. 28°C – Kilometerstand: 76374. Es ist absolut nichts los in Anna Paulowna, keine Menschen, kein Verkehr. Die sechs Kilometer bis zum Hotel sind jetzt nur noch ein Klacks. Zwölf Minuten später sind wir da. Halt, eins muss noch erwähnt werden. Kurz vor dem Hotel, an der Van Ewijcksluisbrug, hat eine Gruppe Jugendlicher eine Slackline über das Wasser gespannt. Daneben steht eine Armada von vielleicht vierzehn- bis fünfzehnjährigen Mädchen mit ihren Handys im Anschlag. Einer der Jungs zieht sein T-Shirt aus und steht nun nur noch in längeren Shorts da. Die Erfolgschancen der Aktion scheinen dadurch in den Augen des Publikums jedenfalls nicht zu sinken. Ob er die Challenge dann geschafft hat? Wir wissen es nicht – der Panda ist inzwischen schon 50 Meter weitergerollt.
Auf der Terrasse
- Wir lassen den Tag bei einem Amstel ausklingen.
- Und wieder wird fotografiert.
Gestern erst angekommen, verbringen wir schon den letzten Abend auf der Terrasse am See. Die Getränke holt man sich einfach drinnen aus dem Kühlschrank in der Lounge und schreibt dann auf einen Zettel die Zimmernummer und was man gehabt hat. Wir holen uns erst mal ein Amstel, eine in Holland bekannte und weit verbreitete Marke, die hier zum Alltag gehört.
- Herrlicher Platz am See
- Finn und Antje tummeln sich im Boot.
Das Bier ist zwar schön kalt, aber im Vergleich zu dem herben, trockenen und leicht bitteren Beck’s, das wir von zu Hause kennen, ist Amstel deutlich malziger und süßer. Es erinnert eher an eine Cremetorte, wenn man doch eigentlich etwas Herzhaftes wie eine Currywurst erwartet. Für mich passt das nicht. Obwohl das Bier kalt ist, erfrischt es mich kaum. Susanne dagegen mag es, aber sie bevorzugt ja von Haus aus eher Süßes.
- Die Schwäne werden …
- … von Rüdigers Blick verfolgt.
Anschließend komme ich mit einem Ruhrpottler am Nachbartisch ins Gespräch. Er ist mit seinen Freunden auf Radtour unterwegs: Amsterdam, Alkmaar, Anna Paulowna und von dort weiter durch Nordholland. Er hat etwas anderes zu trinken als ich. Auf meine Frage: „Was trinken Sie denn? Das Amstel ist mir einfach zu pappig!“ , meint er, er trinke Duvel, und das sei sehr lecker. Also probiere ich das auch. Das Bier ist stärker als das Amstel. Es ist sehr spritzig und wirkt auf mich fast wie Ahoi-Brause, die im Mund „explodiert“. Zusammen mit dem Geschmack von Apfel und Birne ist das aber so gar nicht meins. Noch schlimmer als Amstel. Da hat mir das mitgenommene Dosen-Becks gestern Abend und die Tage davor deutlich besser geschmeckt.
- Romantische Terrasse
- Wir gehen durch die Lounge in unser Zimmer.
Gegen neun gehen wir dann auf unser Zimmer. Das war ein rundum gelungener Tag: Heute Früh Hoenderdaell, dann die Bahnfahrten, Amsterdam mit der Grachtenrundfahrt und dem Spaziergang, und jetzt der Abend auf der Terrasse. Mehr kann man von einem Urlaubstag nich erwarten. Zufrieden gehen wir ins Bett. Morgen ist dann schon wieder die Heimreise angesagt, allerdings mit einem Abstecher bei Christiane im Osnabrücker Land.
| < zurück | Inhaltsverzeichnis | umblättern > |
| Reiseberichte aus den Niederlanden |
| Reiseberichte aus Europa |







